Platzregeln

Um ein erholsames und zügiges Spiel auf unserem Platz sicherzustellen, bitten wir Sie, sich an unsere Platz- und Spielordnung zu halten.

GC Stadtwald e.V.
Platz- und Spielordnung

Gültige Fassung ab dem 01.01.2012
Ergänzend zu den Golfregeln, den Entscheidungen zu den Golfregeln sowie den Verbandsordnungen des DGV einschließlich des DGV-Vorgabensystems regelt die vorliegende Platz- und Spielordnung den Spielbetrieb auf dem Platz des GC Stadtwald e.V. Sie setzt sich zusammen aus:

1. Allgemeine Regeln für den Spielbetrieb
2. Vorgabensystem einschließlich PE und EDS
3. Wettspielregeln
4. Platzregeln
5. Etikette
6. Kleiderordnung
7. Verhaltensregeln auf der gesamten Anlage
8. Sanktionen

Alle Mitglieder und Gastspieler unserer Anlage sind angehalten, diese Platz- und
Spielordnung zu beachten und in fairer Weise auszulegen. Nicht jede Einzelheit kann in
Regeln gefasst werden, was weder beabsichtigt ist noch sinnvoll wäre. Vielmehr sollten
Fairplay und gegenseitige Rücksichtnahme unser Tun auf dem Golfplatz bestimmen.

1. Allgemeine Regeln für den Spielbetrieb
1.1 Spielberechtigung
Die Berechtigung zum Spielen auf dem Platz des GC Stadtwald haben
a. Clubmitglieder mit eingetragener DGV- oder Clubvorgabe
b. Gäste, die eine Mitgliedschaft in einem anerkannten in- oder ausländischen
Golfclub oder im VcG nachweisen können und ein Handicap von mindestens
36 haben. In Einzelfällen kann hier eine Sondererlaubnis durch vom
Spielausschuss Beauftragte erteilt werden.
c. Clubmitglieder ohne DGV- oder Clubvorgabe nur in Begleitung eines
Clubmitglieds mit eingetragener DGV-Vorgabe (Handicap 0-36) und nur an
Wochentagen und nur im Zweier- oder Dreierflight. Die Platz- und
Spielordnung ist dringend zu beachten.
1.2 Spielbetrieb
Die Startreihenfolge richtet sich nach der Ankunft am 1. Abschlag. Flights, die auf
der vollen Runde sind, haben Spielvorrecht an Abschlag 10 (Reissverschlussprinzip).
Mehr als 4 Spieler in einem Flight sind grundsätzlich nicht erlaubt.
Achtung: Auf unserem Platz dürfen nur reguläre Runden von der Bahn 1 zur
Bahn 9 gespielt werden (Ausnahme: Kanonenstart). Jegliches Auslassen
bestimmter Löcher nach Gutdünken sowie der Spielbeginn an anderen Löchern
als Loch 1 ist grundsätzlich untersagt. Ausnahmen für einzelne Gruppen
bedürfen der Genehmigung des Spielausschusses. In Ausnahmesituationen ist
das Anschließen an eine auf dem Platz befindliche Spielgruppe gestattet unter
der Voraussetzung, dass keine andere Spielergruppe gestört oder behindert
wird.
An Wochenenden und Feiertagen dürfen Spieler mit Clubvorgabe (Handicap 37-
54) nur in Begleitung von Spielern mit DGV-Vorgabe (Handicap 0-36) spielen.
Dabei sollten in einer Partie Spieler mit Clubvorgabe nicht in der Mehrzahl sein.
Gastspieler erhalten an Wochenenden und Feiertagen nur eine Spielzusage,
wenn der (zu erwartende) Spielandrang dies erlaubt.
1.3 Vorrecht am 1. Abschlag
Wochentags gilt: Zweiball- vor Dreiball- vor Vierballspielen.
Wochenende und Feiertage: Vierball- vor Dreiball- vor Zweiballspielen.
1.4 Durchspielen
Folgt einer Gruppe eine andere in kurzem Abstand, so hat die vordere Gruppe
sofort durchspielen zu lassen, wenn
a. die hintere Gruppe sichtlich schneller spielt oder
b. die vordere Gruppe den Anschluss nach vorne verloren hat (mehr als eine
Spielbahnlänge Abstand) oder
c. die vordere Gruppe einen Ball zu suchen beginnt.
Einer Aufforderung zum Durchspielen muß nachgekommen werden, wenn
weitere Gruppen folgen. Der Begriff Gruppe schließt einen Einzelspieler ein;
dies gilt nicht an Wochenenden und an Feiertagen!
Wettspiel-Gruppen, die an sogenannten Jahres-Matchplay-Turnieren (z.B.
Captains Putter) teilnehmen und mit einer orangefarbenen Fahne im Bag
(erhältlich im Clubsekretariat) gekennzeichnet sind, haben Durchspielrecht
gegenüber jeglicher Privatrunde.
1.5 Den Greenkeepern ist bei der Platzpflege immer Vorrang einzuräumen.
Gegebenenfalls ist auf die nächstfolgende Spielbahn zu wechseln.
1.6 Platzsperren für Wettspiele und Trainingseinheiten
Für Clubwettspiele, einschließlich der Damen-, Herren- und Seniorentage, wird
der Platz in erforderlichem Umfang für den allgemeinen Spielbetrieb gesperrt.
Vorbehaltlich einer im Einzelfall anderen Festlegung ist der 1. Abschlag 30
Minuten vor dem Wettspiel gesperrt.
Während eines Wettspiels können Ausnahmen von der Platzsperre nur von der
Spielleitung ausgesprochen werden. Spieler, die nicht am Turnier teilnehmen und
diesem hinterher spielen, haben einen Abstand von einer kompletten Spielbahn
zum letzten Turnierflight einzuhalten. Außerdem können wegen Trainings
einzelne Bahnen zeitweise gesperrt werden.
1.7 Spieltempo
Um allen Golfspielern ein flüssiges Golfspiel zu ermöglichen, wird um zügiges
Spielen gebeten. Spielverzögerungen sind möglichst zu vermeiden.
Folgende Richtzeiten sollten angestrebt werden:
a. 18 Löcher in 4 Stunden
b. 9 Löcher in 2 Stunden
c. Zeit vom Verlassen des 9 Grüns bis zum Erreichen des 10. Abschlags:
15 Minuten
c. Spielen eines Par-3-Loches in 10 Minuten
d. Spielen eines Par-4-Loches in 12 Minuten
e. Spielen eines Par-5-Loches in 14 Minuten
1.8 Platzpflege
a. Bunker sind nach „Benutzung“ sorgfältig zu harken. Die Bunkerharken sind so
wenig störend wie möglich in Spielrichtung zum Grün im Bunker abzulegen.
Dabei soll der Griff gut greifbar aus dem Bunker herausschauen.
b. Ausgeschlagene Rasenstücke (Divots) sind zurückzulegen und anzudrücken.
c. Pitchmarken auf dem Grün sind auszubessern.
d. Trolleys dürfen nicht über Grüns, Abschläge, Vorgrüns und den Bereich
zwischen Bunker und Grün gezogen werden.
e. Probeschwünge mit Bodenkontakt sind auf den Abschlägen zu unterlassen.
1.9 Platzkontrolle
Alle Mitglieder sind verpflichtet, an ihrem Bag das Bagtag mit Clublogo und
aktueller Jahresspielberechtigung zu tragen. Im Interesse des Clubs sollte sich
jedes Mitglied auf der Runde verpflichtet fühlen, Mitspieler dezent auf Verstöße
aufmerksam zu machen und ggf. das Clubsekretariat zu informieren. Den
Anordnungen der jeweiligen Platzaufsicht (Sekretariat, Greenkeeper, Vorstand,
Spielausschuss) ist Folge zu leisten.

2. Vorgabensystem einschließlich PE und EDS
2.1 Vorgaben allgemein
Die Zuerkennung von Vorgaben und ihre Änderung erfolgt ausschließlich nach
dem gültigen DGV-Vorgabensystem. Hier wird unterschieden zwischen DGVVorgaben
(0-36) und Clubvorgaben (37-54).
2.2 Clubvorgabe 54 (Platzerlaubnis, PE)
Mit der bestandenen Platzerlaubnis erhält der Spieler die Clubvorgabe 54. Er
erwirbt sich damit ein eingeschränktes Recht, auf dem Platz des GC Stadtwald
zu spielen (Einschränkung: siehe 1.2). Die DGV-Platzerlaubnis wird durch den
Golf-Pro oder durch vom Spielausschuss befugte Personen erteilt.
Die DGV-Platzreife-Prüfung besteht aus drei Abschnitten:
· Verhalten auf dem Platz
· Golfspiel
· Theorie
Unterlagen sind beim Pro bzw. im Sekretariat erhältlich.
2.3 Extra Day Scores (EDS)
Der GC Stadtwald bietet gemäß dem DGV-Vorgabensystem sogenannte „Extra
Day Scores“ an. Hierdurch sollen möglichst viele Spieler die Möglichkeit erhalten,
auch außerhalb von Turnieren vorgabewirksam zu spielen. Näheres regelt die
EDS-Ausschreibung im Eingangsbereich des Clubhauses.
2.4 Vorgabenausschuss
Der Vorgabenausschuss des GC Stadtwald wird nach Vorschlag des
Spielführers durch den Vorstand ernannt. Er ist verpflichtet, die Vorgaben der
Clubmitglieder auf ihre Richtigkeit hin zu überwachen und gegebenenfalls
Herauf- oder Herabsetzungen gemäß dem DGV-Vorgabensystem zu
beschließen. Bei den Herauf- und Herabsetzungen zieht der Vorgabenausschuss
sämtliche verfügbaren Informationen zur Spielstärke des Spielers in Betracht.
Dies beinhaltet ausdrücklich auch Ergebnisse aus nicht vorgabewirksamen
Runden.

3. Wettspielregeln
· Gespielt wird nach den Offiziellen Golfregeln des DGV und den Platzregeln
des GC Stadtwald e.V. Sonderplatzregeln sind im Eingangsbereich des
Clubhauses angeschlagen.
· Die Wettspiele werden im Turnierkalender und verbindlich im Eingangsbereich
des Clubhauses bekannt gegeben. Die Meldelisten werden frühzeitig
im Clubhaus ausgelegt.
Die Mitglieder der Spielleitung werden gesondert ausgewiesen. In den Fällen,
bei denen keine Spielleitung benannt ist, gilt der Spielausschuss als solche.
· Die Teilnahmeberechtigung richtet sich nach der jeweiligen Ausschreibung.
Bei geringer Beteiligung behält sich die Spielleitung vor, Spieler auch
außerhalb der jeweiligen Teilnehmerbegrenzung teilnehmen zu lassen oder
das Wettspiel abzusagen.
· Die Teilnehmerzahl je Wettspiel kann von der Spielleitung begrenzt werden.
Bei zu hoher Teilnehmerzahl entscheidet der zeitliche Eingang der Meldung
über die Teilnahme, falls die Ausschreibung kein anderes Verfahren festlegt.
Die Meldung erfolgt entweder über die ausliegende Meldeliste oder über das
Internet an info@golfclub-stadtwald.de.
· Die Abschlagszeiten werden nach Meldeschluss ausgehangen und sind
telefonisch unter 02151/501940 abzufragen. Jeder gemeldete Spieler, auch
wenn er nur auf der Warteliste stand, ist verpflichtet, sich selbst über seine
Startzeit bzw. Teilnahme zu informieren. Bewerber, die ihre Meldung nach
Meldeschluss zurückziehen oder nicht antreten, sind von der Zahlung der
Meldegebühr nicht befreit.
· Die Meldegebühr ist vor dem Start zu entrichten.
· Der Bewerber sollte mindestens 10 Minuten vor seiner Abschlagszeit seine
Scorekarte im Sekretariat abgeholt haben. Erscheint ein Bewerber nicht
rechtzeitig, hat er keinen Anspruch am Wettspiel teilzunehmen.
· Nach dem Wettspiel sind die unterschriebenen Scorekarten unverzüglich im
Sekretariat abzugeben. Die Siegerehrung ist Teil des Turniers und findet in
der Regel ca. 30 Minuten nach Eintreffen der letzten Bewerbergruppe statt.
· Die Spielleitung ist nicht verantwortlich für Nachteile oder Schäden, die ein
Spieler infolge von Unkenntnis dieser Platz- und Spielordnung, der Aushänge
oder der Golfregeln (insbesondere Blitzgefahr gemäß Regel 6-8a) erleidet.

4. Platzregeln des GC Stadtwald
1. „Aus“ (Regel 27):
Die Ausgrenzen sind gekennzeichnet durch
– weiße Pfähle
– die zur Spielbahn zugewandte Seite der Sandbahn.
Der Herrenabschlag Loch 1/10 ist Bestandteil des Platzes.
2. Wasserhindernisse (Regel 26)
sind gekennzeichnet frontal durch gelbe, seitliche durch rote Pfähle.
3. Hemmnisse (Regel 24)
– Steine im Bunker sind bewegliche Hemmnisse.
– Anpflanzungen, die mit Pflock, Draht oder farbigem Band versehen sind,
sind unbewegliche Hemmnisse. Es muss Erleichterung in Anspruch
genommen werden.
– Trifft ein Ball ein Railgestänge oder einen Fahnenmast auf der Bahn 1, so
muss der Schlag straflos wiederholt werden.
4. Sprunghindernisse sind „Bestandteil des Platzes“.
5. Boden in Ausbesserung (Regel 25)
– ist gekennzeichnet durch blaue Pfähle.
– Liegt ein Ball in einer Hufspur, so kann Erleichterung nach Regel 25-1b in
Anspruch genommen werden.
Strafe für jeden Verstoß gegen eine Platzregel
– Lochspiel = Lochverlust / Zählspiel = 2 Schläge
Hinweise: Die Bereiche zwischen Bahn 1/10 und Grün 8, sowie die beiden
provisorischen Grüns oberhalb des Fairways 1/10, sind Übungszonen.
Entfernungsmarkierungen Anfang Grün:
1 Ring/weiß = 100 m, 2 Ringe/rot = 150 m, 3 Ringe/gelb = 200 m.
Die Ausfläche zwischen Bahn 1/10 und Grün 8 gilt nur für das Spielen auf der
Bahn 1/10.

5. Etikette
5.1 Vermeiden Sie Probeschwünge auf den Abschlägen sowie in Richtung von
Mitmenschen.
5.2 Niemand soll nahe bei oder unmittelbar hinter dem Ball oder dem Loch stehen,
sich bewegen oder reden, während ein Spieler den Ball anspricht oder einen
Schlag macht.
5.3 Warten Sie mit Ihrem Schlag, bis der Flight vor Ihnen sicher außer Reichweite ist.
Spielen Sie aber ansonsten ohne Verzug.
5.4 Bevor Sie das Grün zum Putten betreten, stellen Sie Ihre Tasche seitlich des
Grüns in Richtung des nächsten Abschlags.
5.5 Vermeiden Sie „Drehen“ und „Schleifen“ der Füße auf dem Grün. Bessern Sie
Pitch- und Spikemarken vor Verlassen des Grüns aus.
5.6 Treten Sie nicht auf die Puttlinie eines anderen Spielers.
5.7 Sobald ein Loch beendet ist, verlassen Sie unverzüglich und zügig das Grün.
Scorekarten sind auf dem Weg zum oder am nächsten Abschlag auszufüllen.
5.8 Lassen Sie schnellere Spielergruppen durchspielen.
5.9 Vermeiden Sie Platzbeschädigungen jeder Art und bessern Sie Divots und
Pitchmarken sorgfältig aus.
5.10 Mehrere Spieler dürfen nicht aus einem Bag spielen.
5.11 Werfen Sie jeglichen Abfall, auch Zigarettenkippen, in die dafür aufgestellten
Abfallkörbe.
5.12 Beschränken Sie den Gebrauch von Mobiltelefonen nur auf Notfälle.

6. Kleiderordnung
Bitte tragen Sie angemessene Kleidung auf der Runde.
Nicht gestattet sind:
· Blue-Jeans
· Verschlissene, geflickte, abgeschnittene und ausgefranste Jeans
· Tennis- oder ähnlich kurze Shorts
· Schwimmbermudas
· Radlerhosen oder Leggins
· Trainings- und Freizeitanzüge
· Hemden ohne Kragen bei Herren
· Bauch- oder rückenfreie Tops

7. Verhaltensregeln auf der gesamten Anlage
7.1 Auf der gesamten Anlage ist besondere Rücksicht auf Pferde und Reiter zu
nehmen. Bewegen Sie sich bzw. Ihr Auto nicht, wenn Pferde in der Nähe sind.
7.2.1 Bis 12 Uhr montags bis samstags (gilt auch an Feiertagen) sowie bis 9 Uhr
sonntags muss der Abschlag 1B (Morgenabschlag) als Par 3 gespielt werden.
Der Weg zum Abschlag 1B ist parallel neben der 2. Hecke.
7.2.2 Beim Befahren der Einfahrt gilt eine Höchstgeschwindigkeit von maximal 10
km/h.
7.4 Beim Queren der Sandbahn ist erhöhte Aufmerksamkeit walten zu lassen, da die
Pferde aus beiden Richtungen kommen können.
7.5 Zum Erhalt des zügigen Spiels ist die Bahn 3 bzw. das Loch 3 als „Call-On“ zu
spielen. Die auf dem Grün angekommene Spielgruppe tritt zur Seite und
signalisiert der Spielgruppe an Abschlag 3 abzuschlagen.
7.6 Während des Puttens auf Grün 5 darf nicht vom Abschlag 3 gespielt werden, es
sei denn, dass die Spieler auf Grün 5 ein entsprechendes Zeichen geben.
7.7 Eine Spielgruppe hat beim Spiel der Bahn 7 die Glocke am linken Fairwayrand
zu bedienen. Dies signalisiert der nachfolgenden Spielgruppe ihre Positionen.

8. Sanktionen
8.1 Das Abschlagen am ersten Abschlag (oben und unten) zu unzulässigen Zeiten
führt zu einer 4-wöchigen Platzsperre. Beim wiederholten Abschlagen am ersten
Abschlag zu unzulässigen Zeiten wird eine Platzsperre von 3 Monaten verhängt.
8.2 Grob unsportliches Verhalten und wiederholtes Verstoßen gegen die Etikette
oder gegen die Platz- und Spielordnung führen zu einer Platzsperre.
Höflichkeit und Sportsgeist sind die Voraussetzungen, um „the Spirit of the Game“, den
wahren Geist des Golfspiels, zu erleben. In diesem Sinne wünschen wir allen
Mitgliedern und Gästen ein schönes Spiel.
Krefeld, im Januar 2012
Der Spielausschuss

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